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Serien, Meine Meinung, dein Problem

Betriebsradtour

Gleich mal vorneweg, "Herr Lörmann" ist meiner Ansicht nach die beste Folge der 3. Staffel, da wird vermutlich auch die Erika-Abnibbelfolge, die noch aussteht, nicht viel ändern können.

Frage mich allerdings, warum Stromberg nicht gleich versucht hat, den Ernie in den Betriebsrat zu schaufeln...aber der war wohl in letzter Zeit wieder viel zu aufsässig und sperrig geworden. Zudem auch recht erikaphil, man denke nur an die Sozialraumszene. Zu Anfang der 3. Staffel wäre es sicherlich noch denkbar gewesen, Ernie in sein Clownskostüm zu stecken und zur Wahl anzumelden, aber seit er bei Ulf Pogotanzen gelernt hat, wartet man mal lieber noch ein paar Jahre mit solchen Schachzügen, und lässt den Ernie noch etwas in seiner Mülltonne reifen.

Denn im Grunde ist der Herr Lörmann ja ein prima Ernie in alt. Geht gern spazieren, mit den Weibern ist nichts, aber im Kopf noch topfit. Nur mental halt... Hat aber in seiner wilden Jugendphase gewiss auch einmal etwas Fetziges von Virgin Wool aufgetragen.

Dafür geht der Ernie ja auch jetzt mit der Moni Hansen Kuchen essen...wenn das nicht eine infame Stimmfangtaktik von der mopsigen Sabbel war, die ja inzwischen vom Opferlook her sogar in Ernies Jagdschema passen dürfte. Nur die Kopulationswortspiele "Ich hatte auch mal was Italienisches...Alberto hieß der glaub ich" werden dem Ernie noch zu hoch sein; aber Hauptsache, der Kuchen schmeckt.

Herr Becker gefällt mir überhaupt nicht. Viel zu steif & spröde, immer am Rummeckern, und mit den Eheproblemen wars wohl auch nicht so dicke. Jedenfalls sehe ich diese Figur nun sehr kritisch, seit mein Kumpel Fahnder neulich ermittelt hat, dass dieser unsägliche Herr Becker-Kleindarsteller mal was mit meiner Traumfrau Eva Habermann hatte. Über Jahre hinweg! Wenigstens ist jetzt Schluss. Naja, als zuletzt Schluss war bei der mit nem Macker, musste ich danach Xenia Seepferd (ja, die mit den Gummibootlippen) als Zev-Ersatz ertragen. Man kann halt nicht alles haben. -Aber ich sehe, ich schweife ab.

Ja, was gibt es sonst noch zu sagen? Der Ulf ist jetzt endlich bei der Tanja eingezogen und durfte seine Box unter ihre Topfpflanze stellen. Aber wenn in deren Laminat mal Feuchtigkeit reinkommt, quillt das auf wie eine Wasserleiche. Hätten die vorher besser mal den Papa gefragt.

Im Büro ist jetzt auch wieder Ordnung, nachdem die (ausländische?) Putze (illegal in Deutschland?) das letzte Quietschespielzeug von der Lulu fix eingesteckt hat. Wo ist eigentlich Ernies Sandwichtoaster hin? Der hatte doch eine Sondergenehmigung. Und das Küchenradio, das ist auch seins. Hat er nämlich bezahlt. So wie die ganze Küche von der Tanja. Mal sehen, was das noch gibt. Hinterher zieht noch der Ulf aus und der Ernie ein. Oder gleich der Herr Lörmann. Der hört ja eh nicht so gut, dann merkt der auch nicht, dass ne Topfpflanze auf einer Box tödlich für das Sounderlebnis ist.

In diesem Sinne, bis voraussichtlich zum letzten Mal in der nächsten Woche an dieser Stelle.
28.4.07 01:56


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Über Homophobien und Kleintierhaltung

Es sind wieder 2 Folgen Stromberg ins Land gezogen, diesmal sogar penetriert von der Osterpause. Seltsam allerdings, dass ausgerechnet an einem FEIERTAG (Rosen-,äh, Ostermontag) KEIN Stromberg kommt, ist doch seit Start der 3. Staffel jeder Montag Feiertag. Zuerst dachte ich ja noch in freudvoller Hoffnung, Pro 7 habe den Start der Folge diesmal ganz besonders gut versteckt, und hatte sogar die Videotextseite eines neutralen Mitbewerbers zu Rate gezogen, aber Fehlanzeige.

Dabei hatte doch noch mein Kumpel Fahnder neulich im gleichempfundenen Osterverzichttrübsal angemerkt, dass mit den ganzen Jesus-Sprüchen vom Bernd (dem Stromberg) ja eigentlich sogar locker eine Oster-Spezialfolge bestritten werden könne – Recht hat er, der Fahnder. Der weiß überhaupt voll viel über Stromberg, und ist immer total gut drauf! Das soll an dieser Stelle aber mal angemerkt werden.

Und a propos „penetriert“ (bei Feiertag…ganz oben!): Der Jochen, der ist schwul – und das ist gut so. Es wurde aber auch mal Zeit, dass nach allen anderen Quotenkrüppeln und sonstigen Minderheiten (Rollstuhlfahrer, Alzheimer-Kranke, Straßenkinder, Witwen, Türken, Neger, dicke Köche, etc.) auch mal ein waschechter Schwuler entsprechend vor- und abgeführt wird. Denn der Herr Becker, das ist ja scheinbar keiner. Der wurde ja nur als solcher verunglimpft; das gab dann aber auch prompt eine Abmahnung – und zu Recht!

Der Röhler ist glaub ich auch schwul. Jedenfalls war die Sabbel noch nicht mit ihm Bier trinken. Die wird aber auch immer unansehnlicher, die Sabbel. Geht auf wie ein Hefekuchen, und ihre aktuelle Frisurenwahl zeugt nicht gerade von weiblicher Lieblichkeit…Moment mal! Die wird uns doch nicht etwa…nach der Sache mit Ulf und der Verlade von Stromberg…hmm, andererseits sind ja Frauen sehr empfindlich und emotional fragil, so käme man ja noch recht billig an eine Quotenlesbe. Obwohl es keine Folge mehr mit dem Titel „Sabine“ gibt. Und sie kam dann ja am Ende etwas angehübscht mit dem Ernie ins Konferenzzimmer gedackelt, da wollen wir also nicht gleich den Teufel an die Wand malen. Oder die Tanja auf die Herrentoilette.
Aber die letzte Folge heißt „Erika“, vielleicht haben die Torpedierungen ihres romantischen Abendessens (das ja nicht stattgefunden hat) mit dem eigentlich genauso dicken Versicherungsvertreter ja tiefe Furchen in Erikas Hetero-Motorik gerissen…sie sagte ja selber, dass das mit ihrem Mann (auch sehr dick inzwischen) nicht mehr so doll…na ja.

Aber vielleicht platzt die dicke Erika ja auch einfach nur in der letzten Folge. Oder wird wieder rausgekündigt, weil sie immer alles mit den Fingern frisst. Oder kommt endlich in den Betriebsrat, und stirbt dann friedlich im Lastenaufzug. –Aber warum immer gleich sterben? Bis jetzt hat ja nur der schwer kranke Herr Hilpers („Röchel-Hilpers“) dran glauben müssen, und natürlich Ernies Mutter. Aber die kannten wir ja gar nicht, die hatte auch nur einmal angerufen im Betrieb. Wenigstens geht’s dem Ernie ja jetzt wieder einigermaßen. Also, bis zum Ende der Lulu-Folge natürlich. Da hatte er im Konferenzzimmer wieder diesen Anflug von Massenmordlust im Gesicht, gepaart mit Woyczek’scher Verzweiflung der geschundenen Kreatur…wir erinnern uns, am Ende der „Jochen“-Folge ist er auf Ulf bereits mit einem Küchenmesser losgegangen. Den Ulf hat er sich jetzt allerdings mit einer Mischung aus Sex und Geld samt Fusionator (Tanja) zum subalternen Lakaien zusammengeschnitzt, wer hätte das gedacht. Auch wenn der Ulf die Häufchen lieber mit der Hand statt mit der Tüte nimmt – aber wir wissen ja auch noch immer nicht so genau, auf was der gute Ulf so alles steht.

Jedenfalls nicht auf Küchen für 8.000 Euro. Da kriegt man ne Menge Chrom für die tiefergelegte Karre, Mann. Oder ne neue Lulu. Die der Ernie ja übrigens nur genommen hatte, weil die Tante ins Krankenhaus musste, und die hatte die Lulu ja von der erblassten Mutter.
Sollte man eigentlich meinen, Problem gelöst…so eine sechsjährige Göre, die auch noch mit Sabine Buhrer verwandt ist, sollte da doch allemal besserer Umgang sein als der doofe Ernie, der für so ein armes Tier vermutlich nur alte Pralinen und ranziges Parfüm übrig hat. Da muss man einfach noch mal herausheben, dass der Spruch mit dem Doofenhund vom Ulf sehr lustig gewesen ist. Dem seine Sprüche kommen sowieso in letzter Zeit oft besser als die vom Stromberg, wohl weil rarer dosiert und mehr aus der Hüfte. Beim Stromberg ziehen in letzter Zeit nur noch ganze Slapstickkonstruktionen, wenn ich an „Lulu“ denke, sind mir nur die Szene mit der Telefonkonferenz und die Teamansprache vor der Ankunft Herrn Wippermanns („Kopf-ab-Rudi“) in Erinnerung geblieben. Und der Pfarrer Assmann-Pastor Nolte-Spruch.

Aber bei der Sprücheklopferei konnten wir uns ja schon in der 2. Staffel verabschieden, denn irgendwann gehen die Ideen aus, und Stromberg somit der Verve. Mal sehen, was die anderen beiden (letzten) Folgen dieser 3. Staffel bringen, die ja nun meiner Ansicht nach noch eine klare Kurve nach oben genommen hat. Eindeutig abgefeiert erscheint da nur der Herr Becker, der nun erst einmal in Urlaub ist mit einem denkbar schlechten Abgang. Wäre doch besser die dicke Frau noch auf den Platz gekommen, die der Stromberg zuerst wie weiland die potentielle Badminton-Partnerin verabschiedet hatte. Zumal es von reiner Bürologik her gar nicht notwendig ist, seinen Stellvertreter um die Gefälligkeit einer Urlaubsvertretung zu ersuchen – das ist sogar sein verdammter Job. Da hätte es doch auch rein dramaturgisch gar keine Not getan, eine derartige Einführungsszene zu starten – oder ging es den Autoren nur um das Abfeiern der „Ich liebe sie“- Zweideutigkeit? Wenn ich daran denke, wie sang-und klanglos die Frau Berkel ihrerzeit in der Versenkung verschwand, oder wie karg & knapp der Türksch(l)ulu auktoriell weggemobbt worden ist…es geht hier schließlich nur um Herrn Becker. A propos gehen - mal gucken, ob der überhaupt wieder kommt, also jetzt rein auf die Serie bezogen. Die nächste Folge heißt „Herr Löhrmann“ – wer das wohl ist?
18.4.07 23:08


Lurchi am Abgrund

Nachdem in der grandiosen letztwöchigen Folge sich bereits eine Zäsur in dem symbiotischen Verhältnis zwischen Stromberg und Hans-Jürgen, dem Wehmeyer angedeutet hatte durch Strombergs fehlgeschlagene Zuckerbrot-und-Spiele-Diplomatie, sollte es diesmal noch schlimmer kommen.

Ich weiss übrigens immer noch nicht, ob der Hans-Jürgen, also der Wehmeyer, mit Weh wie Aua oder ohne h geschrieben wird...ich schreibe ihn jetzt einfach mal wie den gleichnamigen Bekleidungsladen, weil mir das auch gängiger scheint...deswegen hab ich wohl auch automatisch immer einen y-Meyer vorausgesetzt. Andere von mir benutzte Schreibweisen in vorausgegangenen Folgenbesprechungen erkläre ich hiermit für obsolet.

Jedenfalls hat der Stromberg, der Bernd also, diesmal richtig klimatisch Scheisse gbaut, um es mal so brachial-grotesk zu resümieren. Und am Ende dieser Folge (die wohl auch die Halbzeit der Staffel darstellt) fand man dann wieder einmal heraus, dass sich Scheisse nicht stapeln lässt. Höchstens verbrennen, siehe Ernies Sandwichtoaster. Aber dazu später.

Vielleicht kennt ja der eine oder andere belesene Leser die Mär von dem armen Fischersmann, der eines Tages ein goldenes Fischlein fing. Dieser Fisch war allerdings ein Zauberfisch, der dem Mann jeden Wunsch zu erfüllen versprach, sollte er ihn nur wieder frei lassen. Der Mann willigte gerne ein, und wünschte sich erstmal ein größeres Haus. -Da dieses Märchen schon sehr alt ist, hatte der Fischer natürlich eine Frau, die alles versaute; so war das eben damals mit der patriarchalischen anti-Frauen-Propaganda, das geht schon in der Bibel los, dass da die Frau alles Schuld ist...der Fischersmann war vermutlich auch Jude und schwarz.

Aber die Quintessenz von dem Märchen ist jedenfalls, dass sich immer mehr gewünscht wurde ohne Sinn & Verstand, bis schließlich dem Fisch der Geduldsfaden riss ob der immer größer werdenden Anmaßung, und er den Fischersfritzen sammt seiner unsäglichen Maid und Wünscherei wieder in sein altes Elend zurückversetzte. Und weil man jemanden so richtig fertig machen kann, wenn man ihm etwas Tolles gibt und es dann wieder wegnimmt, war natürlich der Katzenjammer groß. Oder wie man heute so schön sagt, Polen offen und Holland in Not.

Dergestalt aufgebaut wirkte auch die 4. Strombergfolge auf mich...wobei die Rolle des godnenen Zauberfischs natürlich dem Hans-Jürgen, also dem Auameier, zufällt, und das Fischerpärchen unisono der Herr Stromberg, also der Lurchi verkörpert.

Und wer mein schönes Märchen nicht kennt, der wird auch nicht wissen, wer der Lurchi ist. In der letzten Folge wurde der Stromberg jedenfalls gerne so genannt, und das hat ihn sehr gefreut. Eigentlich ist das eine Comicfigur des Schuherstellers Salamander, der damit in der Nachkriegszeit zu werben begann. Lurchi war ein homogenisierter Feuersalamander, der - natürlich - Salamanderschuhe trug. Quasi der Vorgänger vom Deichmann-Esel...ach, den kennt ihr auch nicht? -Also so etwas wie das jamba!-Küken - ich sehe, wir verstehen uns nun.

Wobei ich einräumen muss, dass Stromberg in dem unlängst erschienene PC-Spiel "Büro ist Krieg" tatsächlich einen lurchihaften Körper hat...ist also vielleicht ein sehr geschickter assoziativ ausgelegter Marketinggag, wie diese Bezüge auf Wehmeyer®.

Stromberg jedenfalls glaubte in der Folge (die übrigens nicht "Lurchi" heisst, sondern "Der Protest" - wahrhaft kafkaesk, grishamesk gar) offenbar, drei Wünsche bei Herrn Wehmeyer frei zu haben, jedenfalls suchte er ihn dafür stets auf so wie der Fischer an den Fischteich ging.

Sein erster Wunsch war, einer schwangeren Frau das Brot nicht zu nehmen. So selbstlos, wie das nun erstmal wirkt, war es natürlich nicht veranlasst, Erinnerungen an "Theo" wurden wach, als der armen Tanja die gante Bude zerlegt wurde, und Stromberg in ähnlicher Großherzigkeit sich um bescheidenen materiellen Ersatz bemühte.

Für die Kündigung der schwangeren Maja konnte er freilich dirket nichts, obwohl ihm indirekt mit der Becker-messerischen Begründung, sie habe zu viele Fehler bei der neuen Schadensabwicklung gemacht, damit schon der Schwarze Peter zugespielt wurde, den wer war Schuld für diese zusätzliche Arbeitsbelastung? Genau.
Jedenfalls, dank öffentlichkeitswirksamer Kamerabegleitung wurde das Thema schnell zugunsten aller Nieder-Trächtigen gelöst, und die Maja konnte wieder emsig in der Abteilung rumsummen und -pummeln, und der Stromberg wurde sofort zum neuen Messias ernannt. Bzw. Lurchi. Das wisste der erst gar nicht so zu schätzen, aber als dann der (inzwischen kahlgeschorene) Nebendarstellerkomparse mit seiner Sprechrolle für diese Folge "Lurchi ist super" dazwischenlärmte, erwuchs in Stromberg eine Art Jeanne-de-Arc-Komplex, der dich gleich darauf in der Formulierung seines zweiten Wunsches äußerte, der da war, einem inzwischen nicht mehr ganz so armen Waisenjungen die Wärmung seines Brotes zu gewähren.

Der Ernie, sich gerade im psychoxomatischen Aufwind befindend, erhielt nämlich einen neuerlichen Rückschlag durch einen wuttkisch anmutenden Hausmeister, der dem Ernie seine neue Errungenschaft in Form eines Sandwichtoasters aus brandschutztechnischen Gründen wegkonfiszierte.

Da hatte der Ernie beim Ausräumen der Wäscheschränke seiner erblassenden Frau Mama unter den Bergen von Ethanol-Parfum und ranzigen Pralinen aus dem späten Mesozoikum auch ein paar Bündel hehren Bargeldes gefunden, und konnte so nun schön einen auf dicke Hose (sprich neue Krawatte) machen.
Nun musste er nicht mehr nur noch Brausetabletten lecken und "Reis fressen" (B.Heisterkamp), sondern es gab nun gute Spanische Landwurst, Sardischen Weichkäse und edles Chiabatta, schmackend und mundig zubereitet in einem verchromten Sandwichröstgerät (nicht diese billigen Plastikteile aus dem Discounter).
Oh ja, Geld hilft beim Trauern, denn es macht nicht nur reich, sondern auch glücklich, wenn man sich dafür schöne Sachen kaufen kann. Wie zum Beispiel Freunde, die man dann hat, wenn man in den Mittagspausen immer tolle Sandwichs macht.
Aber erstmal war da der böse Hausmeister vor.
Bedrängt von der verwöhnt gewordenen Abteilung und beseelt vom Lurchitum marschierte der Stromberg nun wieder zum Propheten, um verzückt mit einer Email-Genehmigung zur Betreibung des Sandwichtoasters zu kommen. Allein die Formulierung seines Anliegens gehört sicherlich zu den besten Szenen der Folge.

Nun wollte der Fischer - getrieben vom Ehrgeiz seiner Frau - aber Gott werden, und der Stromberg hatte ähnlich realitätsferne Ambitionen - gleichsam getrieben vom eigenen Ehrgeiz und der Befeuerung durch die Abteilung (Erika und Rest). Er gedachte, so mirnichts, dirnichts, einfach die inzwischen besiegelte und eingegossene Aufhalsung der zusätzlichen Arbeitsbelastung mittels einer dreisten Aufmarschgeste heldenhaft abzuwenden. Dass dabei alle Aspekte menschlicher Logik & Räson ignoriert wurden, versteht sich von selbst. Um es kurz zu machen: Der Stromberg hat beim Wehmeyer wohl ziemlich verschissen.
Allerdings verstehe ich immer noch nicht, wieso der Wehmeyer ein schäbigeres Büro hat als Stromberg, vom Becker ganz zu schweigen. Der hat mit Abstand das geräumgste Büro, da wird wohl bei der Capitol auch nach der Schwanzlänge bemessen. Bzw. nach der Haarlänge. Oder Pro 7 hat zu wenig Räume angemietet. Aber wir werden das im Auge behalten, nicht wahr?

Zu guter letzt lässt sich die Folge mit einem weiteren Märchenvergleich beenden: ich denke da an "Die Affenpfote".
Das ist ein tolles Märchen, kommt auch oft an anderer Stelle vor, gewissermaßen sogar in "Friedhof der Kuscheltiere" von Stephen King. Aber ich schweife ab. Grundsätzlich geht es darum, dass die Erfüllung von Wünschen wohldurchdacht sein sollte, da sie stets auf Kosten anderer Faktoren geschieht, oder um es blumiger zu formulieren, der Teufel ist ein Eichhörnchen. Und der Liebe Gott kein Würfelspieler. Dafür Stromberg letzten Endes wie immer der Depp.

Sein erster Wunsch geht nun auf Kosten seiner einzigen wahren Liebe, denn die inzwischen reichlich abgefeierte Jennifer SCirrmann wir uns nun verlassen. Da bei der Capitol auch weiterhin gespart werden muss, ist ihr Posten nun statt der von der schwangeren Maja eingespart worden. Clevererweise hatten die Macher ihr einen Zeitvertrag mit Probezeit gegeben, so dass in ihrem Fall nicht so ein Theater losgehen kann wie mit der dicken Erika am Ende der ersten Staffel.

Allerdings sinken nun auch die Chancen eines flotten Dreiers mit Ulf, Stromberg und Erika erheblich, auch wenn es bei Ulf und Tanja weiter ziemlich fetzt. Wir warten daher auf Mr & Mrs Smith-reife Szenen; bei einem sich stetig nach hinten verschiebenden Sendetermin auf Pro 7 sind ja Tür & Tor geöffnet.

Der zweite Wunsch ging auch schnell in Rauch auf, sprich, Ernies Sandwichtoaster fing Feuerund setzte die Atmosphäre in Brand. Das heisst, er löste erstmal den Rauchmelder der Kaffeeküche aus, und dann war die Folge zuende. Aber dass das nochmal die eine oder andere Rüge geben wird, kann man sich ja denken.

Und der dritte Wunsch ging gar nicht in Erfüllung. Da hat der Stromberg ja aber nochmal Glück gehabt.

Jetzt muss ich aber Schluss machen, Ernie hat wieder Sandwichs gemacht! Die Guten mit der feinen Landwurst und dem sämigen, feingereiften Schmelzkäse. Also, ich empfehle mich.
30.3.07 01:54


Karneval reloaded

Heute war Montag & wieder Stromberg-Tag.

Wer meine letzte Rezension gelesen hat (und wer nicht, der hole das gefälligst nach, ich bin kein Startrek-Autor), der ahnte vielleicht schon meine aktuelle Vorerwartungs- und -freudentendenz, die noch weiter gegen die Wand gehauen wurde, als ich um 22:45h wie gewohnt auf Proll Sibbe schaltete, und da noch irgendeinen gelackten Wetterberichtsmoderatorenverschnitt bestaunen musste.
Ein schneller Blick in den Videotext teilte mir dann mit, dass Bernd Stromberg & die Capitol auf den sensationell zielgruppenopportunen Sendeplatz von 23:01 verschoben worden sind, wofür man Pro 7 echt loben muss, endlich tun die mal was für die Leute, die um 22:45h noch im Treppenhaus sind, nachdem sie die Dreiviertelstunde vom Kaufland (welches um 22h schon schließt) nach Hause wieder nicht gepackt haben. Die können jetzt bequem noch auf Toilette gehen, sich ein Brot schmieren und rechtzeitig zu Stromberg die Fernbedienung unter den GEZ-Rechnungen finden.

Muss man auch nicht ankündigen vorher, sowas ahnt der Privatfernsehen-gestählte langjährige Stargate-und Andromeda-Gucker dank RTL II ja schon intuitiv.

Aber ich musste schnell herausfinden, was die Pro-7-Reducktöre und -ösen mit ihren zellulitösen Gesäßen anfäkalisiert hatten, hat das gesamte Capitol-Team an diesem heutigen Montagabend mit Bravour wieder herausgerissen. Da empfand ich dann auch die Thematik der Folge (Karneval, keine weitere Frau *aufatme*) nachträglich nur noch als amüsantes Indiz der sicherlich dank Fehlplanung verzögerten Ausstrahlung durch Pro 7 realitätsversetzten Atmosphäre.
Wenn die nächste Folge dann "Advent" heisst (und um 24:12h ausgestrahlt wird), bin ich schonmal vorbereitet.

Jedenfalls, in Strombergs Abteilung gab es wieder etwas zu feiern, ein paar altbekannte Gesichter wiederzusehen (z.B. den schmierigen Herrn Röhler, de, wir die dramatischen Ausgangslagen der Folge verdankten, nämlich sowohl die persönliche als auch geschäftliche). Der distinguirte Dr. Heinemann scheint übrigens wirklich durch Herrn Wemeyer ersetzt worden zu sein, was die Ansicht der Direktionskonferenz suggerierte.
Des Weiteren gab es endlich mal wieder etwas zu feiern (s. Titel), etwas zu essen (Kantinenszene), eine neue Nebenfigur (Betriebsarzt), und wieder Heidenspass mit Ernie.

Die Macher haben endlich eine Möglichkeit gefunden, den armen Ernie aus seiner traumatischen post mortem materis-Depression zu winden, auch wenn das mit Medikamentemissbrauch zu tun hat, aber sowieso stand die Folge nicht ganz zufällig unter einem äztlichen Nebenaspekt, der uns die Krebsvorsorge ebenso nahelegte wie die (un-?)kontrollierte Einnahme von Antidepressiva.

Dank ebenjener jedenfalls wurde Ernie zu Ulfs Schrecken zu dessen bestem Freund, jedenfalls was den Akt der körperlichen Zuneigung betrifft, und zum begnadeten Dichter einer Karnevalsbüttenrede, die diese Abteilung sicherlich noch lange begleiten wird. Auch der strombergische Stern am Himmel Wemeyers scheint zu sinken, was uns auf ein Wiedersehen mit Herrn Wuttke hoffen lässt.

Dass Stromberg keinen Hautkrebs hat, stimmt uns ebenfalls froh, denn einen weiteren Todesfall hätte der Ernie und somit die Serie auch derzeit nicht verkraftet, denn Ernie hat so schon genug Schuppen, da muss er nicht auch noch in stummer Pietät evtl. Strombergs Jacketts auftragen, wenn es wirklich hart auf hart käme.
Auch wurden so durch die eilige Melanom-Recherche im Internet die Chronologie-Hinweise auf russenschlampen.de erstmal etwas heruntergedrückt, dass die gute Frau Schirrmann sorglos Strombergs Rechner zum Internet-Surfen nehmen konnte, besorgt um seine ungewisse Gesundheit.

Und schlußendlich war festzustellen, dass sich die dusselige & stets triefnasige Nicole scheinbar ernsthaft um Versetzung bemüht hatte, denn sie ward nirgends zu sehen diesertags.

Vermutlich ist sie jetzt in der gleichen Abteilung wie die Betriebsratssabbel und Alexandra "Anna Doof" Klausen, Pro Bono contra Stromberg. Und falls (Putz-)Frau N'yangasongwa inzwischen ordnungsgemäß abgeschoben wurde, ist es dort ziemlich schmutzig.

Jedenfalls hat uns der "Karneval" wieder eine superjeile Zick beschwert, bedrohliche Dämonen erstmal vertrieben, und wenn dem nun keine mehrwöchige Fastenzeit folgt, dürfen wir uns mit verstärkter Energie auf die nächste Folge freuen. Ich habe fertig (für heute).
20.3.07 02:37


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