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yelloStrom bergab?

Die neue Stromberg-Staffel läuft seit vorletztem Montag, wie Fans und Kenner sicher auch ohne mich bemerkt haben. Ich habe extra zwei Folgen lang abgewartet, um mir dazu eine druckreife Meinung bilden zu können, denn meine Erwartungshaltung war angesichts zweier brillanter Staffeln zugegebenermaßen recht hoch gesteckt, so dass ich mich nicht gleich über eine möglicherweise misslungene Debütfolge eventuell zu früh echauffieren wollte.

Nun, allein schon die Wahl des Sendeplatzes (Mo 22:45h -Erstausstrahlung, nicht etwa die Wdh. vom Wochenende!) zeigt schon recht eindeutig, wie im Hause Pro7Sat1 Media AG die Einschätzungen bezüglich der Zielgruppenkonformität liegt: allenfalls Randgruppenniveau bei berufstätigen Nichtalkoholikern, die derart überdurchschnittlich intelligent sind, dass sie zumindest ein Aufzeichnemedium bedienen können. Wirtschaftlich stellt man dort also nachweislich keine großen Erwartungen, indem man so sendeplatzlastig auf den Liebhabercharakter dieser Serie aufmerksam macht, dass wir wohl mit der nun laufenden dritten Staffel die letzte der meiner Ansicht nach besten Nachkriegscomedyserie genießen dürfen. Und vor dem Krieg - das muss man als Deutscher ja vorsichtshalber sagen - war ohnehin nichts Lustig. Außer Ludwig Manfred Lommel natürlich, aber war er nicht auch viel zu weit für seine Zeit? -Nein, das war nicht der Feldmarschall des Afrikakorps. Aber der ist nach heutiger Geografie ja auch gar kein Deutscher mehr.

"Stromberg" wartet in der ersten Szene gleich wieder auf mit einem seiner berühmten Kameramonologe von Bernd Stromberg, der uns gleich auf einen entsprechenden Time-Lag einstimmt, so wie wir es noch zwischen den ersten beiden Staffeln erlebt hatten. Es ist also wieder etwas Zeit vergangen, und Stromberg ist zurück in seiner alten Abteilung und Position, als Stellvertretender Leiter unter Herrn Becker. Ansonsten blieb uns ein Stühlerücken wie nach der ersten Staffelerspart, wo man uns den Vorzeigequotentürken Herrn Turculu und die famos-frigide Frau Berkel jäh entrissen hatte. Dafür lernen wir bald jemanden von "ganz oben" kennen. dem wir Strombergs berufliche Rehabilitation zu verdanken haben, nämlich den Herrn Wemeyer, der aus einer Mischung von Oliver Geißen und Herrn Kaiser als opportune Vertriebsführungskraft von jeder AWD-/DVAG-Strukturkolonne mit Kusshand genommen werden würde.
Er trägt der medialen Werbewirksamkeit Strombergs Rechnung, der sich ja selbst als Verona-Feldbusch-Pendant sieht, was ungewohnt selbstkritisch und treffend aus seinem Munde kommt.

Leider raubt uns das natürlich weitere möglicherweise unterhaltsame Szenen mit Strombergs neuem Kollegen aus der letzten Folge der 2. Staffel, dem Ex(il)-Trinker Herrn Wuttke, der ja auch einen ganz eigenen Umgang mit den anwesenden Medienvertretern pflegte.
Aber vermutlich wäre der arme Stromberg da letzten Endes wieder nur schwer verdroschen worden wie von dem Rastagatten in der famosen Putzfrauenfolge, und das wäre dann nur wieer vor den Betriebsrat gegangen. Letzten Endes wäre die Handlung dann nur stagniert und im Sande verlaufen, wenn die Serie zwischen Kantinenbesuchen und Auftritten in Autohäusern gewechselt hätte, also musste man sich etwas einfallen lassen, um Stromberg wieder in seinem alten Umfeld anzusiedeln.

Oder eben den Ernie auch ins Archiv versetzen. Denn mit dem scheinen die Macher auch nichts Rechtes mehr anfangen zu wissen, was so unverständlich wie schade ist, konnte man doch gerade in der ersten Staffel durch seine penetrante Stereotypität die herrlichsten Szenen entwickeln.
Aber die zunehmnde Steigerung der Tragik in seinem Leben ist natürlich auf Dauer dieser grenzdebilen Fachidiotenfigur (die, nebenbei erwähnt, ganz hervorragend dargestellt wird) mehr als abträglich.
Dass seine Freundin in dieser abstrusen Clownszene mit ihm Schluss gemacht hatte, war schon nicht lustig, aber eben aufgrund dieser erwähnten Abstrusität noch sehr unterhaltsam, auch wenn ein weinender Ernie mit Herzschmerzen schon etwas morbid-suizidales verströmte.

Das wird in Staffel 3 nicht nur aufgegriffen, sondern sogar noch gesteigert, denn jetzt ist sogar Ernies Mutter ("die Mama") verstorben...die Schilderung ist zwar schon wieder so extrem ausgetüftelt, dass es zum Lachen gereicht - beim Einnässen der Heizdecke an einem Kurzschluss verendet - aber es ist eben im Großen & Ganzen alles andere als lustig und ernieg.

Sondern es hat eine kontinuierliche Steigerung Ernies zum Psychopathen zur Folge, der tatsächlich den Verdacht nahelegt, dass der arme Ernie eines nicht allzufernen Tages an seiner Krawatte stranguliert im Archiv aufgefunden wird, vermutlich von Herrn Wuttke, der gerade die grünen Durchschläge von Strombergs Kaktus pflücken will.
Das jedenfalls schoss mir durch den Kopf, als Ernie ein "Büro für sich alleine" einforderte.

Überhaupt Stromberg...was für Themen kann man bei ihm noch aufgreifen? Im Gegensatz zu seinem Vorbild Michael Scott aus "The Office", der von Sendung zu Sendung in betriebliche Fettnäpfe und Fetteimer tritt, schickt man sich hier scheinbar an, sein Privatleben zu involvieren, da er ja auch zugegebenermaßen beruflich schon alles verrissen hat, was man verreissen kann, und nur noch auf den tönernen Füßen der ihn begleitenden Kamerateams steht, was aber nach Ausklang der zweiten Folge wohl auch nur noch eine Frage der Zeit ist, wann auch dem Herrn Wemeyers die Faxen Strombergs dicke sind. Vermutlich wird das gegen Ende der dritten Staffel sein, über deren weiter Folgenbenennung ich indes eifrig mutmaße, denn wenn man - analog zu den Titeln - jedesmal eine neue Frauenfigur einführt, wird die Serie bald allzu unübersichtlich, so dass sich wohl nur noch die Marienhof-gestählte Tanja Seifert-Aktrice darin zurechtfinden wird.

Mir persönlich wird die Serie so jetzt schon zu soapig und handlungslastig, und wenn Bernd Stromberg sämtliche Bürokolleginnen an-und durch"daddelt", dann gibt das ja irgendwann eine protagonistische Sackgasse nach der anderen...die Betriebsratssabbel und Anna Doof zu verdoedeln war ja noch ganz lustig, die Personen kann man gleichsam schnell aufs Abstellgleis schieben wie den Herrn Fritsche - der ja gemäß der Zusammenlegungsplan, der mit Staffel Zwei in Kraft trat, auch irgendwo im Büro rumkurven müsste, da er in der Abt. Turculu war.
Aber wenn Stromberg von einem Schreibtisch verbrannter Erde zum nächsten schwadronieren muss, wird es schon auf Dauer recht brenzlig. Und immer "wegversetzen", wie die missbrauchte Bürodeppin Nicole im emotionalen Stress angekündigt hat, ist ja auch keine Lösung.
Da die Liasion mit Ulf und Tanja dank der neuen Frau Schirrmann zu kippen droht, gibt es vermutlich auch noch eine Folge mit dem Titel "Tanja" in nächster Zeit, der Ulf hat ja sicher bald wieder Geburtstag...

Man hat es ja auch nicht versäumt, die Nicole (desen Namen ich vorher nie kannte, wurde er je genannt?), die ja immer schon selten dämlich und fast geistig behindert dargestellt wurde, auch noch optisch sowas von daneben darzustellen - in einem Outfit, der Bill Gates zu Collegezeiten wohl alle Ehre gemacht hätte - dass sie eigentlich zwangsweise als Ernies Traumfrau in Frage kommen muss. Aber der bringt sich ja um. Und mäht vorher die ganze Abteilung nieder. Nachdem der drei Abende lang nur Killerspiele gespielt hat.

Das ist vermutlich ein würdiges & ultimatives Ende der dritten Staffel, die somit sogar Dittsche-mäßig am aktuellen Geschehen orientiert wäre, dass - je nachdem, was im Frühling noch passiert - nur noch ein entlaufener Kampfhund fehlt, der die dicke Erika verspeist. Und der Sinsn Turculu ist gar nicht verstetzt worden, sondern entführt und wurde vom SEK gefoltert.
In der letzten Folge erscheint er dann mit Rauschebart vor Herrn Wemeyer und dem (überlebenden) Betriebsrat und ruft den Heiligen Krieg aus.

Auch stelle ich es mir lustig vor, ein Dittsche-Crossover einzubauen, in dem Ulf den Ingo am Imbißstand vertritt, weil er ja aufgrund der Trennung mit Tanja nun die neugemietete Wohnung alleine bezahlen muss (Tanja wohnt nun bei Strimberg mit im Büro, ihre Wohnung wurde ja sowieso von Theos Band zerstört), und einen Nebenjob brauchte.
Dann unterhält er sich eine halbe STunde lang mit Dittsche über Umlaufrendite, Autotuning und Genozidzunahme durch Killerspiele, bis Neger-Kalle Schwensen eintritt mit der Sabbel im Arm.

Ich fänd's jedenfalls lustig.

Ansonsten könnt ihr euch ja gerne an meine Mekka-Box wenden (siehe Kommentarspalte).
14.3.07 23:48
 


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bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Sitchi (17.3.07 17:31)
Siehst, das interessiert echt keine Sau


Glorian / Website (18.3.07 16:50)
Nö, denen fehlen eher die Worte. Bzw. die Kenner haben dem nichts hinzuzufügen ;-)


verzal (20.3.07 01:40)
Also heute wars der Knaller.


Glorian / Website (20.3.07 01:43)
verzal,
stimmt, sehe ich auch so. Als ob die meine geäußerte Befürchtung zerstreuen wollten :-D

Erstmal wieder Daumen hoch & einen aktuelisierten Beitrag nachgeschippt.


momäschatz (2.4.07 18:24)
hm... bis jetzt hat mich die staffel auch noch net besonders vom hocker gerissen.
im gegensatz zu "switch reloaded" ... hehe, ich liebe diesen humor!

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